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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zum Thema Datenbrillen

Arbeitsgestaltung “Datenbrillen im Einsatz”

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Datenbrillen und ihrem Einsatz.
Das Interesse begründet sich in der Tatsache, dass sich das Arbeitsleben immer mehr digital gestaltet und durch die immer komplizierter werdenden Technologien und die ständig steigenden Datenmengen (big-data),  von den Beschäftigten ein stetig höherer Grad an Flexiblität abverlangt wird. Dabei wird es für die Beschäftigten zunehmend schwerer, die für die eigenen Aufgaben/Projekte relevanten Daten aus rießigen Datenfluten herauszufiltern. Abhilfe kann hier die sogenannte Datenbrille schaffen, da die Datenbrille die für bestimmte Arbeitsprozesse relevanten Informationen  dem Benutzer zur Verfügung stellt, indem diese zusätzlich in das Sichtfeld eingeblendet werden.
 2 Beispiele für Berufszweige bei denen Datenbrillen bereits zum Standard gehören:
  • Logistikbranche
  • Maintenance

3 Günde, die für die Nutzung von Datenbrillen sprechen:

  • Beide Arme stehen für die Arbeitsaufgaben weiterhin zur Verfügung
  • Beschäftigte können mit Hilfe der Datenbrille angelernt werden
  • Mit der Datenbrille bleiben die Beschäftigten mobil

 Was ist beim betrieblichen Einsatz zu beachten?

BAuA hat herausgefunden, dass vor dem Einsatz von Datenbrillen im Unternehmen eine Aufgaben-Technologie-Passung erfolgen muss.

Was bedeutet eine Aufgaben-Technologie-Passung?

Vor Einsatz muss eine ausgeprägte Analyse der Aufgaben erfolgen, damit eine passgenaue Technik dem Beschäftigten zur Verfügung gestellt werden kann. Die Frage, die sich hierbei immer wieder stellt ist, in welchem Maße der Beschäftigte durch die Technik überhaupt unterstützt werden muss.

BAuA weißt ausdrücklich darauf hin, dass nur bei ausreichender Analyse und Passung die Technik eine hohe Akzeptanz durch den Beschäftigten erfährt.

 Eine unzureichende Analyse würde im Gegenzug zu einer negativer Auswirkung auf die Arbeitsleistung der Mitarbeiter und zu einer negativen Belastung durch evtl. visuelle Ermüdung der Mitarbeiter führen.

3 Kriterien, die für die Akzeptanz der Technik sehr bedeutend sind:

  • Gewichtsverteilung der Datenbrille,
  • Tragekomfort und Design,
  • Sichteinschränkungen

Neben der Wahl des richtigen Typus der Datenbrille:

  • See-Through
  • Non-See-Through
  • Look-Around-Technologie

und einer genauen Aufgaben-Technologie-Passung empfiehlt BAuA vor Einführung dieses neuen Arbeitsmittels eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen sowie den  Datenschutz der Beschäftigten zu berücksichtigen, damit die Persönlichkeitsrechte unangetastet und somit gewahrt bleiben.

 

Quelle: BAuA

Autorin: Susanne Mappes

Bildquelle: © DOC RABE Media / Fotolia.com

Malu Dreyer und Annegret Kramp-Karrenbauer bei der IGBCE

IGBCE Landesdeligiertenkonferenz in Mainz

Am 20.05.2017 fand die Landesdeligiertenkonferenz der IGBCE in Mainz statt. Gastrednerinnen waren: Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (Bild links) und die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer (Bild rechts).

Thema des Beitrages von Malu Dreyer war unter anderem die Digitaliserung und Industrie 4.0. Ihre Forderung: “Die Chance des Wandels zu ergreifen, ihn jedoch mit Respekt und Toleranz zu gestalten.” Dazu zählen für sie, die Bereiche Datenschutz, Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechte. Gerade weil Deutschland zu 55 % exportorientiert ist, kann Deutschland, so sagt sie, es sich nicht leisten, auf die Digitalisierung zu verzichten.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, plädierte während ihres Vortrages deutlich für den Klimaschutz und für industrielle Arbeitsplätze. Ein klares NEIN gab es zur Deindustrialisierung. Ihrer Meinung nach sind wir die Treiber und nicht die Opfer der industriellen Revolution, da wir mit jedem Klick sie selbst voranbringen. Auch bei Kramp-Karrenbauer steht der Arbeitsschutz in der Prioritäten-Liste ganz weit oben, da immer mehr Arbeitgeber eine 24 Stunden Verfügbarkeit von ihren Beschäftigten einfordern. Eine gleiche Gewichtung legt sie auf den Datenschutz und damit auf die Wahrung der Persönlichkeitsrechte. Die Regelung dieser Punkte betrachtet Sie als eine Herausforderung für die Sozialpartner.

Bildquelle und Autorin: Susanne Mappes

Head-Mounted Displays – Bedingungen des sicheren und beanspruchungsoptimalen Einsatzes – Psychische Beanspruchung beim Einsatz von HMDs

Ein Beitrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Diese Veröffentlichung ist der Abschlussbericht zum Schwerpunkt Psychische Beanspruchung beim Einsatz von HMDs des Projekts „Head-Mounted Displays – Bedingungen des sicheren und beanspruchungsoptimalen Einsatzes“ − Projekt F 2288 – im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei dem Autor.

  • Autor: Dr. Matthias Wille
    Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
    Titelfoto: Elena Meyer
    Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
    Umschlaggestaltung: Susanne Graul
    Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
    Herausgeber: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
    Friedrich-Henkel-Weg 1-25
    44149 Dortmund
    Postanschrift: Postfach 17 02 02, 44061 Dortmund
    Telefon: 0231 9071-2071
    Telefax: 0231 9071-2070
    E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de
    Internet: www.baua.de

Hier geht es zum Abschlussbericht: Head-Mounted Displays_BAUA

Bildquelle: © DOC RABE Media / Fotolia.com

Quelle: baua

DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung – Virtuelle Realität im und für den Arbeitsschutz

Das Institut für Arbeitschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) erforscht mit Hilfe von VR Aspekte zur Vermeidung von Unfällen:
Weshalb VR im Arbeitsschutz?
Wie funktioniert VR im Arbeitsschutz?
Was bringt VR im Arbeitsschutz?
Warum VR im IFA?
Mittelstraße 51
10117 Berlin
E-Mail: info@dguv.de
Internet: www.dguv.de

http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/sutave_flyer.pdf

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